Kostenlose Erstberatung +49 (0)30 69 20 6347

„SearchWiki“ und „Preferred Sites“: neue Trends bei der Google-Suche

Nun hat der Suchmaschinenriese erneut ein Feature vorgestellt, mit dem User die Suchergebnisse beeinflussen können. Darauf wird sich die Arbeit des Suchmaschinen-Optimierers einzustellen haben.

Schon Ende letzten Jahres hatte Google es ermöglicht, dass registrierte User ihre Suchergebnisse selbst mitbestimmen können. Als Google-Mail-User konnte ich den Effekt aber bisher nur bei der Suche über die amerikanische Oberfläche nachvollziehen.

Die neue Funktion wird als „SearchWiki“ bezeichnet und dient vor allen den Usern, die häufig gleichartige Suchanfragen durchführen lassen. Seiten, die sie als nutzlos ansehen, können sie mit dem X aus ihren persönlichen Ergebnislisten entfernen. Ergebnisse, die persönlich als besonders interessant eingeschätzt werden, lassen sich über einen zweiten Button aufwerten und werden für sie bei der nächsten Anfrage entsprechend höher gerankt.

Macht man von dieser Möglichkeit Gebrauch, dann werden die Verhaltensweisen der anderen User, die ähnliches erledigt haben, angezeigt.

(Hier sieht man, dass die Wikipedia-Seite von 61 Usern aus den Ergebnislisten gelöscht und von 36 Usern nach oben geschoben wurde.)

Auf Wunsch kann man über die Sprechblase unten auch Kommentare zu einzelnen Suchtreffern hinterlassen. Solche können auch von anderen Usern gelesen werden. An den generellen Algorithmen soll sich aber durch SearchWiki nichts ändern, versicherte die zuständige Managerin Marissa Mayer. Hier würde ich aber ein Fragezeichen setzen, denn Google wäre nicht Google, wenn es nicht langfristig aus diesen wichtigen Verhaltensweisen der User Konsequenzen ziehen würde.

Nun sollen diese Möglichkeiten noch ergänzt werden um „Preferred Sites“: Angemeldete User können bestimmte Websites für sich als bevorzugt kennzeichnen. Falls diese Möglichkeit genutzt wird, dann erhält Google weitere wertvolle Informationen, welche Seiten denn aus den langen Listen der Suchergebnisse von den Usern wirklich bevorzugt werden.

Die Konsequenz für den Suchmaschinen-Optimierer ist, dass er noch stärker darauf zu achten hat, dass der Content der Website für Menschen einen echten Nutzwert bringt. Denn dann kann man davon ausgehen, dass diese Seiten nicht aus den Ergebnislisten gelöscht sondern nach oben geschoben werden. Besonders interessante Seiten werden auch in die „Preferred Sites“ aufgenommen werden. Tun das viele User, dann sollte auch damit gerechnet werden, dass diese Seiten auch bei anderen Usern besser platziert werden.

Schreibe einen Kommentar