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Relevanz der Bounce Rate

Als Bounce Rate wird der Anteil der Besucher einer Website bezeichnet, der genau nur eine Webseite besucht und dort kurz oder länger verweilt. Es ist unklar, ob die Bounce Rate ein relevantes Ranking-Signal ist. Denn wenn genau die besuchte Webseite die nötigen Informationen liefert, dann können nicht nur der Besucher sondern auch die Suchmaschinen zufrieden sein, die mit ihrer Verlinkung zum Besuch geführt haben.

Ein Bounce oder ein Absprung ist eine nur einmal vollzogene Sitzung auf einer Website. Der Besucher kommt über einen externen Link (häufig von einer Suchmaschine), nimmt die Webseite zur Kenntnis und verlässt sie wieder. Er klickt kein internen Links an und nutzt auch nicht die Navigation, um zu weiteren Webseiten der Website zu kommen.

Auf den ersten Blick könnte eine hohe Bounce Rate für eine schlechte Performance der Website sprechen. Offensichtlich scheint diese nicht geeignet zu sein, ein breiteres Besucherinteresse anzusprechen. Ist eine hohe Bounce Rate (im Deutschen oft etwas unklar als Absprungrate bezeichnet) eine schlechte Sache? Es kommt darauf an, welchen Zweck die Webseite und die dahinterstehende Website repräsentieren, wenn man hier ein Urteil sprechen möchte.

Wenn der Erfolg einer Website davon abhängt, dass Besucher mehr als eine Webseite nutzen, dann ist eine hohe Bounce Rate schlecht. Ebenfalls ein schlechtes Signal wäre es, wenn der Besucher nur sehr kurz (nur wenige Sekunden) auf der Webseite verbleibt und dann ein anderes Suchergebnis aufruft. Suchmaschinen wie Google sind in der Lage zu messen, wie lange ein Besucher auf einer Webseite verbleibt, bevor er ein weiteres Suchergebnis anklickt. Ist dieser Zeitraum sehr kurz, dann kann geschlossen werden, dass weder die einzelne Webseite noch deren gesamtes Webkonzept annehmbar oder interessant ist. Bleibt der Besucher aber länger, ohne eine weitere Webseite aufzurufen, dann kann das auch damit zusammenhängen, dass die Webseite genau die richtige Antwort liefert, die nun noch ausreichend lange zur Kenntnis genommen werden muss. Ist ein ähnliches Verhalten auf vielen Webseiten der Webpräsenz zu konstatieren, dann ist auch ein hohe Bounce Rate kein Zeichen für schlechte Qualität und es gibt für Google und andere Suchmaschinen keinen Grund, die Webseiten dieser Website nicht vorne für relevante Suchbegriffe anzuzeigen.

Es gilt also bei der Bounce Rate zusätzlich darauf zu achten, wie lange die jeweiligen Besucher auf der Website verbleiben. Es gibt Tools wie Google Analytics, mit der man entsprechende ergänzende Parameter zur Bounce Rate messen kann. Stellt man fest, dass für bestimmte Suchbegriffe dort der Nutzeraufenthalt sehr kurz ist, dann sollte man überprüfen, wie gut das Ranking für diese Webseiten bei Google ist (beispielsweise mit der Google Search Console). Möglicherweise hält Google am guten Ranking fest, weil die Webseite früher besser angenommen wurde oder bestimmte On-Page-Merkmale für diese Webseite besser sind, als bei den Konkurrenzangeboten.

Es ist aber in diesen Fällen davon auszugehen, dass die hohe Bounce Rate zusammen mit der Kürze der Aufenthalte früher oder später das Ranking auch nach unten zieht. Deshalb wäre es eine geeignete Taktik, die Inhalte der Webseite aufzubereiten (bzw. neu zu schreiben) und zugleich darauf zu achten, dass die Keywords, für die gut gerankt wird, beibehalten werden. Man macht dann einen redaktionellen Neuanfang, recherchiert das Themenfeld für die Keywords hinsichtlich aktueller Entwicklungen und nimmt bei der Gelegenheit auch gleich passende Bilder und gute externe Links in den neuen Content hinein.

Dann sind gute Voraussetzungen gegeben, um die Bounce Rate zu verbessern oder zumindest die Aufenthaltsdauer zu verlängern.

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