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Mobile Keyword-Recherche

Bisher wird noch nicht viel darüber nachgedacht, dass eine mobile Nutzung andere Keywords impliziert als die altbekannte Desktop-Recherche. Doch mobile und stationär genutzte Keywords sind unterschiedlich. Für einen nachhaltigen SEO-Erfolg muss die mobile Keyword-Recherche intensiviert werden.

Wer auf einem Smartphone nach einer Unterkunft sucht, der wird sich auf den lokalen Raum fokussieren, am Desktop-Rechner wird eher über größere Urlaubsvorhaben nachgedacht. Das ist die Stelle, wo die Relevanz der mobilen Keyword-Recherche deutlich wird. Mobile und stationäre Schlüsselbegriffe sollten auf jeden Fall als zwei getrennte Dinge behandelt werden. Die Nutzer von Websites und anderen Webangeboten bewegen sich immer deutlicher in einer mobil verstandenen Welt. Inzwischen gehen die Experten davon aus, dass die meisten Nutzer mehr mobile Medienzeit haben, als sie an einem stationären Gerät verbringen.

Das bedingt natürlich auch, dass die mobile Nutzung verstärkt sich den Recherche-Aufgaben widmet, die vorher am Desktop-Rechner erledigt wurde. Aber meist ist der mobile suchende Nutzer auf kurzfristige und lokal verfügbare Angebote orientiert. Er verwendet daher tendenziell andere Begriffe. Wer Urlaubswünsche hat, der sucht gezielt nach Orten, wo er seine Urlaubserlebnisse intensiveren kann. Der mobile Nutzer möchte schneller seine Bedürfnisbefriedung erleben.

Mobile Keyword-Recherche ist eine der Möglichkeiten, um anzufangen, verstärkt mobil zu denken. Doch was ist der relevant Unterschied zwischen mobilen und stationären Keywords? Mobile Keywords sind die Begriffe, die mobile Nutzer verstärkt anwenden, um zu einem schnellen und mobil oder lokal vorhandenen Angebot zu kommen. Mobile Keywords sind kürzer, wenn auch gelegentlich insgesamt mehr Begriffe verwandt werden. Mobile Nutzer achten auch nicht so stark auf die Rechtschreibung, Smartphones korrigieren auch sehr weitgehend Rechtschreib- und Tippfehler, sodass sehr tiefgehend in die mobile Keyword-Recherche eingegriffen wird. Die Konsequenz für Webseiten, die überwiegend für die mobile Akzeptanz bestimmt sind: Kürzere Begriffe mit mehr Resonanz verwenden. Ebenfalls zu beachten ist, dass sehr häufig mobil mit Spracheingaben gearbeitet wird. Daraus folgt, dass die populäre Umgangssprache mehr Bedeutung bekommt. Fachbegriffe und selten verwendete Keywords der schriftlichen Sprachverwendung treten in den Hintergrund.

Um mobile Suchbegriffe genauer zu bestimmen, können Keyword-Tools verwendet werden. Generell wird bei Keywords zwischen dem Short-Tail und dem Long-Tail unterschieden. Short-Tail-Keywords sind umkämpft und sehr populär, werden häufig verwandt und sind teuer, wenn man hierfür Werbeplätze kaufen möchte. Auch für die mobile Keyword-Recherche sind daher die Long-Tail-Keywords zu bevorzugen. Diese werden seltener verwandt, können billiger Werbeplätze belegen und werden spezifischer von Kunden verwandt, die nach einem ganz bestimmten Produkt suchen.

Beispiel für ein Short-Tail-Keyword ist beispielsweise Fahrrad, hier wird schon deutlich, dass für den Nutzer kein spezifischer Wunsch ausdrückbar ist. Wird ein sportliches Fahrrad gebraucht oder eher ein Alltagsgerät? Soll das Fahrrad motorisiert sein oder wird ausschließlich eigene Muskelkraft verwendet werden? Beim Long-Tail-Keyword (beispielsweise MTB-E-Bike) ist diese Konkretisierung mitbedacht. Für die mobile Keyword-Recherche ist nun noch zu überlegen, wie der mobile Kontext aussieht, in dem der entsprechende Begriff verwandt wird. Eher unwahrscheinlich ist die Annahme, jemand würde ein MTB-E-Bike mobil kaufen. Hier wäre eher davon auszugehen, dass Service-Leistungen, die genau jetzt benötigt werden, für dieses Fahrrad gewünscht sind. Die Webseite, die eine entsprechende Nutzeranforderung berücksichtigen will, müsste also weniger verkaufsorientiert und eher serviceorientiert sein.

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