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KEI und Suchmaschinenoptimierung

von Rainer Meyer

Auf XING wurde im Forum Suchmaschinenoptimierung darüber gestritten, wie man denn die Effizienz einer SEO-Maßnahme berechnen könne. In diesem Zusammenhang wurde über die Bedeutung, des KEI („Keyword Effectiveness Index“) gestritten.

Was ist der KEI und welche Bedeutung hat er für die Suchmaschinenoptimierung?

Es geht bei dem Keyword Effectiveness Index darum, das Verhältnis der Popularität eines Suchbegriffes zu der Anzahl der Seiten zu ermitteln, in dem der Suchbegriff vorkommt.

Nach dem Buch „Erfolgreiches Suchmaschinenmarketing“ (von Horst Greifeneder – erschienen bei Springer 2006) wird der KEI wie folgt berechnet: P*P/C, wobei P das monatliche Suchvolumen und C die Anzahl der Seiten ist, in denen der Suchbegriff vorkommt.

Zwei Bespiele für die Suchmaschine Google: Über das Keyword-Tool von Google

https://adwords.google.com/select/KeywordToolExternal?defaultView=2

kann man das aktuelle Suchvolumen bestimmter Begriffe abfragen. Die Eingabe für „IT Dozent“ liefert für den letzten Monat 210 Anfragen, für „IT Trainer“ sind es 1.600 Anfragen. Die Abfrage bei Google findet das der Begriff „IT Dozent“ in 3.960 Seiten vorkommt, während der Begriff „IT Trainer“ in 197.000 Seiten vorkommt.

Der KEI für „IT Dozent“ ist also 11 der KEI für „IT Trainer“ ist 13.

Manche Suchmaschinen-Optimierer sind der Ansicht, dass je höher der KEI eines Keywords sei, desto besser seien die Chancen zur Optimierung für dieses Keyword. Also würde es eher Sinn machen für „IT Trainer“ zu optimieren, als für „IT Dozent“.

Dies würde ich in diesem konkreten Fall auch so sehen, aber nicht weil das der KEI mir das sagt, sondern aus einer anderen Überlegung heraus. Wichtig ist die absolute Höhe der Suchanfragen: Offensichtlich suchen fast 8-mal mehr Google Besucher nach einem „IT Trainer“ als nach einen „IT Dozenten“. Dies ist die entscheidende Aussage, wenn ich für einen entsprechenden Kunden optimieren will.

Es muss aber dann noch weiter untersucht werden, ob das gewünschte Zielpublikum des Kunden den Begriff „IT Dozent“ oder „IT Trainer“ eher verwenden wird. Wenn es hierfür Gründe gibt, zum Beispiel weil der Kunde eher im akademischen Bereich akquiriert oder bekannt ist, dann macht es durchaus Sinn für den Begriff „IT Dozent“ zu optimieren.

Hilfreich ist die Verwendung des oben angesprochenen Google-Tools aus jeden Fall, den hier findet man nicht nur Synonyme, man kann auch sehr gut die Trends der Suchanfragen nachvollziehen.

Ein Gedanke zu „KEI und Suchmaschinenoptimierung“

  1. So weit so richtig. Aber genauso, wie man sich das absolute Suchvolumen und das Zielpublikum näher anschauen muss, sollte auch der Nenner (die Konkurrenz) genauer untersucht werden. Ist die absolute Anzahl zu hoch oder die Konkurrenzseiten zu stark kann die Optimierung auf das entsprechende Keyword ein aussichtsloser Kampf sein.

    Und zur praktischen Anwendung des KEI ist auch noch etwas zu sagen. Bei der Bewertung von wenigen Keywords, wie es im Beitrag beschrieben wurde, ist die Anwendung des KEI sicher nicht sinnvoll. Die Einzelwerte kombiniert mit etwas Erfahrung sind in diesem Fall dem KEI weit überlegen. Der Einsatz des KEI wird erst sinnvol bei der Handhabung einer großen Menge an Keywords. Wenn z.B. entschieden werden muss, auf welche der 10.000 Produkte eines Shops optimiert werden sollte. Auch hier ist der KEI nicht alles, aber auf jeden Fall eines der notwendigen Instrumente.

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