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Donald Trump und die Suchmaschinen-Optimierung

Donald Trump ist Frühaufsteher, morgens vor sechs hat er bereits die Idee zum Ego-Surfen. Er gibt also seinen Namen bei Google ein und muss entsetzt feststellen, dass ausschließlich negative Berichte über ihn dort vorne gerankt sind. Auch eine ergänzende Recherche bei Facebook und Twitter kann ihn nicht erfreuen, auch dort dominiert das Negative, obwohl er doch genau weiß und von seinen Mitarbeitern, Freunden und Verwandten ständig bestätigt bekommt, dass seine Politik so gut ist, dass sie eigentlich nur gelobt werden kann.

Was hat diese kleine Anekdote mit Suchmaschinen-Optimierung zu tun? Donald Trump ist sicher nicht der einzige, der entsprechende Erfahrungen gemacht. Unternehmenslenker von deutschen Autofirmen, Politiker jeglicher Couleur, Unternehmen in der Krise und viele andere bekommen oft eine schlechte Presse und in Folge dann auch ein negativ geprägtes Ranking bei Suchmaschinen wie Google und sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Viele dieser Personen und Institutionen lassen sich dann beraten und bekommen erklärt, warum das Ranking schlechte Ergebnisse nach oben bringt und was man proaktiv für ein besseres Ranking tun kann. Diese Berater werden sicherlich auch auf die Suchmaschinen-Optimierung hinweisen und entsprechende Techniken für soziale Netzwerke empfehlen.

Doch Trump ist eher durch Beratungsresistenz bekannt. Statt sich kundig zu machen, beschimpft er die Medien und entwickelt Verschwörungstheorien zu Internet-Influencer, die er häufig an der amerikanischen Ostküste lokalisieren kann. Den nicht genutzten Beratern verbleibt dann noch der Weg zu Medien und Internet, um Trump auf Umwegen weiterzuhelfen, doch es ist zu vermuten, dass auch so ihre Beratung verpufft, denn Trump wird ja entsprechende Medien und das Internet nicht nutzen, um seinen Horizont zu erweitern.

Doch warum dominieren die Negativ-Meldungen und das Negativ-Ranking die Berichterstattung über Trump so stark, wie es tatsächlich zu beobachten ist? Dazu muss man nur wissen, wie Suchmaschinen ihr Ranking festlegen. Insbesondere diejenigen Medien und Websites werden vorne platziert, die ihrerseits viel genutzt werden und auf die viele andere Medien oder normale Websites verweisen. Gleichzeitig kann (insbesondere bei Google News) unterstellt werden, dass Suchmaschinen etablierte Medien einen Vertrauensbonus (Trustrank als Ergänzung zum Pagerank) zuordnen, der diesen einen zusätzlichen Schub beim Ranking verleiht.

Da viele etablierte Medien in den USA seit Trumps Amtsübernahme negativ über ihn berichten, bedarf es also keiner Verschwörungstheorie der Internet-Giganten, um zu erklären, warum Trump ein so schlechtes Standing im Netz hat. Entweder liegt eine Verschwörung bei den Leitmedien vor oder die Politik von Trump ist einfach so schlecht, dass es den Leitmedien nicht gelingen kann, über seine Präsidentschaft positiv zu berichten. Sollte letzteres zutreffen, wovon ich ausgehe, dann sollte vor jeder Suchmaschinen-Optimierung erst mal über die eigene Politik nachgedacht werden.

Unternehmen, die durch eine Krise in eine entsprechende Situation gekommen sind, steuern nach einer gewissen Nachdenkphase häufig um, arbeiten ihre Fehler auf und machen durch kommunikative Maßnahmen deutlich, dass der Prozess der Veränderung in Gang gesetzt wurde. Sollten dann immer noch viele Negativ-Meldungen im Ranking vorne stehen, dann ist es tatsächlich mit Reputation Management und Suchmaschinen-Optimierung möglich, eine weitere Verbesserung zu erreichen, zumal die Negativ-Meldungen im Laufe der Zeit sowie nach unten rutschen, weil Google aktuelle Berichte bevorzugt.

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