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Das Google Projekt Owl

Fake News im Netz prägen die Diskussion um Social Media und Suchmaschinen, insbesondere seit der letzten Präsidentschaftswahl in den USA. Doch nicht nur dort fordern Publizisten und politisch Interessiere etwas gegen Trend zur höheren Akzeptanz spektakulärer oder falscher Meldungen zu unternehmen. Eine Eule (englisch Owl) könnte vielleicht weiterhelfen. Google hat das Projekt Owl angesetzt, um seine Suchergebnisse entsprechend zu verbessern, was automatisch auch Relevanz für die Suchmaschinen-Optimierung hat.

Bereits vor Monaten wurde über das Owl-Projekt berichtet, doch erst jetzt werden langsam die Konsequenzen für Suchmaschinen-Nutzung und Suchmaschinen-Optimierung deutlich. Google greift auf bekannte Verfahren der manuellen Qualitätskontrolle (Google Quality Rater) zurück, um Fake News und andere unerwünschte Inhalte in den Suchmaschinen-Ergebnissen zurückzudrängen.

So werden den Testern unerwünschte Ergebnisse beispielhaft angezeigt, damit sie diese und ähnliche Ergebnisse besser in den Suchlisten erkennen können. Es handelt sich um anstößige oder irreführende Informationen. Auch Verschwörungstheorien und Fake News (fehlerhafte Nachrichten) werden als Webseiten minderer Qualität eingestuft, die möglichst weit hinten in den Ergebnissen auftauchen sollen.

Auch die Autocomplete-Funktion der Suche soll deutlich verbessert werden. Diese führte in der Vergangenheit häufig zu diskriminierenden Vorschlägen, beispielsweise wenn man bestimmte Namen oder Minderheitengruppen-Bezeichnungen am Anfang der Suchanfrage verwendete. Inzwischen können auch normale Nutzer hier zu Qualitätsverbesserung beitragen: Wenn man eine unangemessenen Autocomplete-Vorschlag findet, dann kann man den direkt im Suchformular an Google melden; dort muss dann wohl manuell überprüft werden, ob die Kritik berechtigt ist.

Ob die Abschaltung von instant search im Zusammenhang mit Google Owl steht, kann bezweifelt werden. Offensichtlich verbraucht diese Funktion zu viel Trafik. Da in den letzten Jahren die mobile Suche stark an Bedeutung gewonnen hat, könnte die Abschaffung von instant search hier Entlastung schaffen. Für die Nutzer ergibt sich die Konsequenz, dass sie eine Taste mehr drücken müssen. Für das Seo-Marketing ist die Abschaltung von Vorteil: Suchmaschinen-Optimierung kann sich wieder stärker auf die zentralen Keywords stützen, um ein Webangebot voran zu bringen, es muss nicht befürchtet werden, dass viele Nutzer schon vorher abspringen, bevor sie ihre ganze Suchanfrage geschrieben haben.

Das Projekt Owl und weitere Maßnahmen zeigen auf, dass man sich bei großen Internetanbietern darum bemüht, die Ergebnisse zu verbessern. Doch es sind noch viele Anstrengungen nötig, um fehlerhafte, falsch informierende und marktschreierische Angebote zurückzudrängen.

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