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URL-Hijacking

URL-Hijacking meint zweierlei Dinge: Fehler in Redirect-Skripten und Trittbrettfahrerei auf Markennamen.

Das eine Ding: „URL-Hijacking“ als Domainentführung durch Redirect-Skripte. Diese Art der oft versehentlichen Domain-Entführung hat überhaupt nichts mit dem absichtlichen, gerichtlich geführten Kampf um Domainnamen zu tun (Engl.: Reverse Domain Hijacking). Worum es hierbei in Wirklichkeit geht, ist das Verschwinden eines Links aus den Suchmaschinen nach Einrichtung einer Weiterleitung (Engl.: redirect) mittels eines Redirect-Skripts.

Redirect-Skripte lassen die Suchmaschinen manchmal Ursprungs- und Ziel-URL vertauschen. Die Redirect-Skripte veranlassen die Suchmaschinen, den Inhalt des weitergeleiteten Links entweder unter der ursprünglichen Internetadresse oder unter der neuen Internetadresse abzulegen. Die Skriptsprache PHP erlaubt verschiedene Arten temporärer oder permanenter Weiterleitungen. Falls irgendwelche Webmaster überhaupt aus irgendwelchen Gründen auf Fremdinhalte weiterleiten müssen, ist es am sichersten, wenn sie dabei permanente Weiterleitungen verwenden, um ein Verschwinden des fremden Links aus der Suchmaschine zu vermeiden.

Ist „URL-Hijacking“ Spam?

Technisch gesehen ist „URL-Hijacking“ nur ein Programmierfehler. Welche ehrlichen oder unehrlichen Absichten im Einzelfall sich dahinter verbergen, das wissen die Suchmaschinen nicht. Die Webmaster der betroffenen Domains sollten sich untereinander und gegebenenfalls auch mit dem Betreiber der Suchmaschine verständigen, um das Problem durch ein Abändern der PHP-Skripte zu beheben.

Nun das andere Ding: „URL-Hijacking“ bezeichnet manchmal auch „Typosquatting“. „Typo“ (Engl.) heißt Tippfehler. Unter „Typosquatting“ versteht man Internetpräsenzen, deren Betreiber gezielt darauf hoffen, dass sich Internetsurfer beim Tippen von bestimmten Markennamen vertippen und so auf der Internetpräsenz mit dem Tippfehler in der Internet-Adresse landen. Diese Trittbrettfahrerei wird ethisch dann zum Problem, wenn irgendwelche Markennamen absichtlich geschädigt werden sollen.