SEO Ambulance Hotline

Werbung auf der Website und Suchmaschinen-Optimierung

Gepostet von am 30. Jan 2012 in Suchmaschinenoptimierung | Keine Kommentare

Sie sind hier: Startseite » Blog » Suchmaschinenoptimierung » Werbung auf der Website und Suchmaschinen-Optimierung
Werbung auf der Website und Suchmaschinen-Optimierung

Matt Cutts hat vor kurzen angekündigt, dass Websites mit allzu viel Werbung, vor allem mit viel Werbung im direkt sichtbaren Bereich (der ohne Scrollen gelesen werden kann), zur Abstrafung im Ranking führen soll. Dies wirft wieder die alte Frage auf, wie man es denn mit Werbung auf einer Webseite halten sollte, die zugleich auch durch Maßnahmen der Suchmaschinen-Optimierung gepuscht wird.

Viel Werbung wird offensichtlich als Qualitätsmangel von Webseiten angesehen, denn nach Matt Cutts ist Google stets bestrebt, nur qualitativ gute Websites auf obere Ränge zu bringen. Doch was bedeutet in diesen Zusammenhang “viel”? Man kann davon ausgehen, dass Google seine eigenen Webseiten als qualitativ gut einschätzt; wie hoch ist hier der Werbeanteil?

Dazu stellt man zunächst auf einen Standard-Bildschirm (1024 * 768 Bildpunkte) und auf Standard-Angaben im Browser um.

Google Website und Werbung

Google Website und Werbung

 

Wie man hier schnell erkennt, liegt die Werbung (rot eingerahmt – einschließlich der Eigenwerbung) schon knapp über 50 Prozent des Platzes und ist auch deutlich über 50 Prozent des Textes einzuschätzen. Der Anteil des relevanten Contents (grün-eingerahmt) liegt kaum über ein Drittel. Google verwendet traditionell viel leeren Raum und viel Platz für eine perfekte Navigation.

Damit hat man eine gute Orientierung für informativen Content auf der eigenen Website. Es ist aber davon auszugehen, dass Google möglicherweise an fremde Website etwas kritischer Maße anlegt, als an die eigene Website. Mehr als 50 Prozent relevante Inhalte, die über bloße Eigenwerbung hinausreichen, sollten schon auf einer Webseite vorhanden sein. Diese 50-Prozent-Regel findet sich auch bei großen Print-Medien, wie Spiegel, Stern oder Focus. Auch hier wird selten bei den ausgedruckten Exemplaren die 50-Prozent-Grenze ungern überschritten; wenn mehr Werbung gebucht wird, dann werden mehr Artikel von den Redakteuren eingefordert.

Das man viel leeren Raum und eine gute Navigation den Besuchern bietet, dass sollte selbstverständlich sein, denn damit wird nicht nur die Suchmaschinen-Optimierung sondern auch die Benutzer-Freundlichkeit gefördert.

In Matt Cutts Argumentation wird sehr stark der Fachbegriff “Above-the-Fold” verwendet. Damit ist der Bereich des Bildschirms gemeint, der sofort ablesbar ist, wenn man die Webseite geladen hat. Auch hier ist davon auszugehen, dass für die Bestimmung dieses Bildschirmbereichs kein Breitwand-Monitor mit tausenden von Bildpunkten zu Grunde gelegt wird. Bei den Blog-Webseiten, auf die ich mittels Google Analytics zugreifen kann, ist beim Zugriff der Nutzer meist eine Bildschirmgröße von 1024*768 Bildpunkten eingestellt. Auch deshalb sind Analyse-Programme wichtig, um zu erkennen, mit welchen konkreten Bedingungen die eigenen Kunden arbeiten.

Im Bereich Above-the-Fold sollten wichtige Infos stehen. Handelt es sich um Landing-Pages, die zu einer Kauf- oder Bestell-Entscheidung führen sollen, dann sollten auch dort die die entscheidenden Klicks möglich sein. Denn die Besucher möchten genauso wenig wie die Google-Qualitätsprüfer-Algorithmen auf dem Bildschirm scrollen.

Schwierigkeiten sollen nach Aussagen von Matt Cutts die Webseiten bekommen, bei denen man erst umständlich nach dem Content suchen muss. Auch Webseiten, die mit aufwendigen Flash-Animationen den relevanten Inhalt überdecken, sollten meines Erachtens durch die neue Qualitätsrichtlinie negativ tangiert werden. Dazu müssten aber die Google Qualitätsprüfer Programme die Flash-Inhalte abschätzen können. Es ist nicht bekannt, ob diese dies jetzt schon können. Bei vielen deutschen Nachrichten-Portalen müssten hier die Ohren gespitzt werden; denn dort geht man mehr und mehr dazu über, mit solchen Tricks zu arbeiten, um die Besucher auf die Werbung zu lenken. Ob und wie schnell sie von Googles neuen Qualitäts-Richtlinien tangiert werden, wird sich aber erst noch zeigen müssen.

Bitte bewerten Sie diesen Artikel!

Werbung auf der Website und Suchmaschinen-Optimierung:1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
5,00 von 5 Sternen, basierend auf 2 abgegebenen Bewertungen.
Loading ... Loading ...


Mögen Sie diesen Artikel?


Das könnte Sie auch interessieren!


Dieser Artikel wurde geschrieben von:

Rainer Meyer, ist ausgebildeter Mathematik-Lehrer und hat als IT-Trainer lange in der beruflichen Weiterbildung gearbeitet. Nun ist er freiberuflicher Blogger und schreibt als fester Autor im SEO Ambulance Blog.


Kommentar absenden