Gepostet von Rainer Meyer am 12. Mai 2012 in Suchmaschinenoptimierung | 1 Kommentar
Flash-Animationen sind besonders im Bereich der Werbung eine beliebte Methode, um mehr Power und Emotionalität auf die eine Website zu bringen. Doch Flash hat Probleme bei der Suchmaschinen-Optimierung, denn es ist nicht hinreichend klar, ob Google den Text und die Links in der Flash-Animation richtig erkennt. Deshalb sollten im Umfeld der Flash-Animation für die Suchmaschinen-Optimierung und für die die gesperrten Flash-Nutzer relevante Texte und Bilder platziert werden. Neuere Entwicklungen bei Google zeigen auf: Flash wird stärker unterstützt und daher sollte man als Webmaster nicht auf diese interessante Möglichkeiten verzichten, wenn man Suchmaschinen-Optimierung und Benutzerfreundlichkeit optimal miteinander verbinden möchte.
Allerdings funktioniert Flash oft nicht bei älteren Browsern bzw. auf leistungsschwachen Rechnern. Ebenso kann es auf Arbeitsplatzrechnern im betrieblichen Umfeld vorkommen, dass die Flash-Webseite nicht mehr nutzbar ist, denn der Administrator des betrieblichen Netzwerks mag es nicht, wenn seine Kollegen – ohne ihn zu fragen – Programme installieren. Und Flash setzt ein PlugIn von Adobe im Browser voraus und ein PlugIn ist halt auch nur ein Programm. Und dann gibt es noch die User, die das Abspielen von Flash bewusst dauerhaft oder temporär ihrem Browser verboten haben, z.B. weil sie die Flash-Werbung ärgert.
Alles dies sind Argumente, die gegen den Einsatz von Flash sprechen, wenn es darum geht, wichtige Inhalte als Website-Betreiber seinen Besuchern zu liefern. Und doch hält das die Marketing-Experten nicht davon ab, Werbebotschaften über Flash-Animationen an Kunden heranzutragen.
Bisher ebenso häufig verwendetes Argument gegen Flash war die fehlende Möglichkeit der Suchmaschinen-Optimierung für Flash-Inhalte. “Suchmaschinen können nur Texte lesen und Flash liefert keine Text.” Diese Ansicht ist allerdings inzwischen überholt, wie man schnell durch folgende eine Suchanfrage bei Google feststellen kann, wenn man den Suchbegriff auf den Dateityp SWF einschränkt.

Flash und Suchmaschinen-Optimierung
(Statt Marketing kann man natürlich auch irgendeinen anderen Begriff nehmen. SWF ist die Bezeichnung der Dateiendung für fertige Flash-Animationen. Mit “filetyp:swf” findet Google nur Flash-Dateien, die relevant in Bezug auf den Begriff sind. Man erkennt, dass die Textinhalte der Flash-Datei von Google ausgelesen werden kann.)
Google findet also Flash-Animationen, die mit dem Suchbegriff zu tun haben. Offensichtlich gelingt es der Suchmaschine Google, Textinhalte aus der Flash-Animation zu ziehen. Aber auch das textliche Umfeld und eine mögliche Verlinkung auf die Flash-Animation könnten zum Ranking der Animationen beitragen.
Sowohl Google wie auch Adobe haben große Anstrengungen übernommen, die Texte, die in Flash-Animationen eingebettet sind, lesbar zu machen. Denn Google möchte die Tiefe des Webs weiter ausleuchten und Adobe möchte seine Technik (und seine Erstellungssoftware) weiter verbreiten. Wer hier gezielt die vielfältigen Möglichkeiten für Suchmaschinen-Optimierung ausloten will, der wird nicht umhinkommen, den Software Development Kit zu Flash sich bei Adobe zu besorgen. Bestandteil ist dort auch ein Tool (swf2HTML), mit dem man gezielt Texte aus vorhandenen Flash-Animationen ziehen kann. So kann man recherchieren, was an den Texten der Flash-Animationen möglicherweise schon heute für Suchmaschinen-Optimierung verwendbar ist.
Recherchen zu Flash und Suchmaschinen-Optimierung haben inzwischen ergeben, dass Google und andere Suchmaschinen sehr viel weitgehend die Inhalte der Flash-Animation bestimmen können.
Google geht wohl davon aus, dass Texte in Flash-Animationen wie Texte in HTML- oder PDF-Dateien zu behandeln sind. Die bittere Konsequenz könnte dann sein, dass die gleichen Texte außerhalb der Flash-Animation als doppelten Text wahrgenommen werden. Das wäre natürlich nicht gut für die Suchmaschinen-Optimierung. Doch meist ist es so, dass der Text in Flash sowieso nur sehr knapp gehalten wird. Ergänzende Informationen auf der Webseite können also durchaus ausführlicher getextet werden.
Google kann auch angeblich die Links innerhalb von Flash-Animationen erkennen. Ob man diese Möglichkeit aber zu stark beachten sollte, ist eine andere Frage. Wichtige Links, die für die Verteilung von Besucherströmen relevant sind, sollte man in gesonderter Form auf seiner Webseite anbieten.
Wer heute weitergehende Suchmaschinen-Optimierung für Flash betreiben will, sollte mithin folgende Regeln beachten:
Es bleiben trotz allem erhebliche Nachteile bei der Suchmaschinen-Optimierung von Flash. So kann man die Formatierung von Texten innerhalb der Animation bisher nicht für SEO-Maßnahmen nutzen. Auch ist eine Verlinkung auf diese Texte oder auf bestimmte Teile der Animation nicht von außen möglich.
Deshalb macht es nach wie vor Sinn, zusätzlichen Text anzeigen zu lassen, wenn die Flash Animation nicht laufen kann oder darf. Dies kann man über eine Abfrage realisieren, die die Art des PlugIns oder seine Versionsnummer bestimmt.
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Rainer Meyer, ist ausgebildeter Mathematik-Lehrer und hat als IT-Trainer lange in der beruflichen Weiterbildung gearbeitet. Nun ist er freiberuflicher Blogger und schreibt als fester Autor im SEO Ambulance Blog. |
Ích schwöre die Regeln immer zu beachten!
Vielen Dank für die nützliche Info!