Die Republik Armenien ist ein Staat im vorderasiatischen Kaukasus-Gebirge. Zu den benachbarten Ländern gehören Aserbaidschan im Osten, Georgien im Norden, Iran im Süden und die Türkei im Westen. Hauptstadt des Landes ist Eriwan.
Geografisch befindet sich Armenien zwischen Transkaukasien und Kleinasien. Das Land hat eine Fläche von 29. 800 Quadratkilometern. Die Einwohnerzahl liegt bei etwa drei Millionen Menschen. Die Landschaft Armeniens besteht vorwiegend aus Gebirge. Höchster Berg des Landes ist, der nicht mehr aktive, Vulkan Aragaz mit einer Höhe von 4.090 Metern. Das größte Gewässer Armeniens ist der Seewansee, der sich östlich von Eriwan befindet. Die bedeutendsten Flüsse des Landes heißen Aras, Debed, Hrasdan, Kasach und Worotan.
Das armenische Klima ist, bedingt durch die großen Höhenunterschiede, recht verschieden. Während in den Niederungen und Tälern kontinentales Klima vorherrscht, ist es an der iranischen Grenze sehr trocken und eher subtropisch. In den Bergen herrscht vorwiegend kühleres Klima. Armenien verfügt über eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. So findet man in den Wäldern Bären, Wölfe und Wildkatzen vor, aber auch Eidechsen, Schlangen und Skorpione.
Gegliedert wurde Armenien, das 1991 nach dem Zerfall der Sowjetunion unabhängig wurde, in elf Provinzen. Es sind die Provinzen Aragazotn, Ararat, Armawir, Eriwan, Gegharkunik, Kotajk, Lori, Schirak, Sjunik, Tawusch und Wajoz Dsor. Die wichtigsten Städte der Republik sind, neben der Hauptstadt Eriwan: Gjumri, Wanadsor, Etschmiadsin und Hrasdan. Die Bevölkerung der rund drei Millionen Bewohner Armeniens besteht aus knapp 98 Prozent Armeniern. Der Rest verteilt sich auf Kurden, Russen und Assyrer. Vorherrschende Religion des Landes ist das orientalisch-orthodoxe Christentum, dem 94 Prozent der Einwohner angehören.
Zu den kulturellen Stätten des Landes zählen die zahlreichen Museen und Kunstgalerien in Eriwan, wie z.B. die nationale Kunstgalerie oder das Matenadaran.